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Pompii

Pompii Inhaltsverzeichnis

Pompeji ist eine weitläufige archäologische Stätte in der süditalienischen Region Kampanien. Die einst wohlhabende und kultivierte römische Stadt wurde nach einem verheerenden Vulkanausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter einer meterhohen. Pompeji (lateinisch Pompeii, altgriechisch Πομπηΐα Pompēḯa, italienisch Pompei) war eine antike Stadt in Kampanien am Golf von Neapel, die wie. Pompeii ist ein kanadisch-deutscher Katastrophenfilm von Paul W. S. Anderson aus dem Jahr Eingebettet in eine fiktive Liebesgeschichte rekonstruiert. , Italien, Pompeii: Ein Archäologe zeigt an der Ausgrabungsstätte Pompeji auf. Diese Kohle-Inschrift zeigt ein Datum, an dem. Pompeii: Buchen Sie Ihre Eintrittskarten oder Führungen jetzt überspringen Sie die Linie in den Museen!

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Pompeii. Beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus gab es kein Entrinnen. Selbst in 20 Kilometer Entfernung starben damals noch. 79 n. Chr. herrschen Macht und Intrigen im römischen Reich. Brot und Spiele stehen an der Tagesordnung. Sklave Milo (Kit Harington) kämpft als Gladiator in..​. Laserscanner in Pompeii. Vermessungsarbeiten mit dem 3D-Laserscanner im Peristylhof der Casa di Arianna. Foto: ÖAW-ÖAI/ Ch. Kurtze.

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Pompeii: The Last Day:

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Pink Floyd -"Echoes" Pompeii Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zunächst gab es nur einen Männertrakt; der Frauentrakt wurde erst später und in kleiner Form ergänzt. September Diese Kohle-Inschrift zeigt click Datum, an dem Pompeji längst untergegangen sein soll. Während der Umbauten wurden auch im Norden und im Süden weitere Eingänge errichtet. Obwohl Pompeji die wichtigste und aussagekräftigste Quelle für die Wirtschaftsgeschichte der Antike darstellt, ist die Auswertung der Funde in Pompii Zusammenhang nicht immer einfach. Denn bei den seit dem Dabei wurde learn more here ein geringer Teil des aus sogenannten decuriones bestehenden Stadtrates gewählt. Eine anti-römische Stimmung ist seit dem Bundesgenossenkrieg nicht mehr belegt. Auffällig ist zumeist der Versuch der Eigentümer, neben Resten der älteren Architektur Pompii Ausschmückung here moderne, neuartige Elemente unterzubringen. Als gesichert gilt, dass es zunächst Konflikte zwischen den neu angesiedelten Römern und der alteingesessenen Oberschicht gab, die sich über Jahrzehnte hinzogen. Sie stellt die heutigen Archäologen Beste Spielothek in Oberdorf finden scheinbar unlösbare Probleme. Von besonderer Bedeutung ist, dass in der Stadt das einzige mit Sicherheit als Lupanar Bordell zu identifizierende antike Gebäude überhaupt gefunden wurde. Europa und Nordamerika. Oft sind es Dinge des Alltags, die relativ klein in die Wände geritzt wurden, wie etwa die Preise von Lebensmitteln. Sie article source sich am Hafen, da Atticus die Stadt zur See verlassen. Häufig wurden Böden und Einfassungen der Regenwasserbehälter Pompii sowie auch Go here errichtet, bei denen bevorzugt aus Öffnungen in Figuren Mund, Schnäbel Wasserfontänen in ein Auffangbecken schossen. Direkt hinter den schon erwähnten Gräbern befand sich das zweistöckige Monument der Istacidier. Die Ausstattung scheint besonders reich gewesen zu sein, selbst in this web page cella standen Statuen. Untypische Befunde, etwa please click for source Lagerräume genutzte Wohnräume, halbfertig wiederaufgebaute Gebäude oder Ruinen, zeugen von diesem Pompii.

Pompeii is first mentioned in history in bce , when, during the Second Samnite War , a Roman fleet landed at the Sarnus port of Pompeii and from there made an unsuccessful attack on the neighbouring city of Nuceria.

But they were not completely subjugated and Romanized until the time of the Social War. Pompeii joined the Italians in their revolt against Rome in this war and was besieged by the Roman general Lucius Cornelius Sulla in 89 bce.

After the war, Pompeii, along with the rest of Italy south of the Po River , received Roman citizenship. Latin replaced Oscan as the official language, and the city soon became Romanized in institutions, architecture, and culture.

A riot in the amphitheatre at Pompeii between the Pompeians and the Nucerians, in 59 ce , is reported by the Roman historian Tacitus.

An earthquake in 62 ce did great damage in both Pompeii and Herculaneum. The cities had not yet recovered from this catastrophe when final destruction overcame them 17 years later.

Mount Vesuvius erupted on August 24, 79 ce. A vivid eyewitness report is preserved in two letters written by Pliny the Younger to the historian Tacitus, who had inquired about the death of Pliny the Elder , commander of the Roman fleet at Misenum.

Pliny the Elder had rushed from Misenum to help the stricken population and to get a close view of the volcanic phenomena, and he died at Stabiae.

Site excavations and volcanological studies, notably in the late 20th century, have brought out further details. Just after midday on August 24, fragments of ash, pumice , and other volcanic debris began pouring down on Pompeii, quickly covering the city to a depth of more than 9 feet 3 metres and causing the roofs of many houses to fall in.

Additional pyroclastic flows and rains of ash followed, adding at least another 9 feet of debris and preserving in a pall of ash the bodies of the inhabitants who perished while taking shelter in their houses or trying to escape toward the coast or by the roads leading to Stabiae or Nuceria.

Thus Pompeii remained buried under a layer of pumice stones and ash 19 to 23 feet 6 to 7 metres deep. Article Media.

Info Print Print. Table Of Contents. Submit Feedback. Thank you for your feedback. Introduction History History of excavations Description of the remains Influence on European culture Importance as historical source.

Author of Letters from Pompeii and numerous other works based on her excavations at Pompeii. See Article History. Top Questions. Pyroclastic flow.

Torre Annunziata. Read more below: Description of the remains. Get exclusive access to content from our First Edition with your subscription.

Die ebenfalls ausgeworfenen, vom Herddach stammenden Trias-Dolomite sind ein Beleg dafür, dass der Schlot bis tief hinab leer geschossen wurde.

Danach blies ein Gasstrahl zerriebenes Material der Schlotwandungen aus. Bereits mehrere Tage vorher hatte es Anzeichen für den Ausbruch des Vesuvs gegeben, weshalb ein Teil der Einwohner die Stadt schon verlassen hatte.

Kurz nach Beginn des Ausbruchs begann es, Bimsstein zu regnen. Während einer kurzen Ruhepause verstürzte der Schlot.

Die nächste Eruption räumte ihn wieder, und die Gewalt des Ausbruchs nahm rasch zu. Der Schlot verstürzte erneut und wurde ein weiteres Mal geräumt.

Das gasreiche Magma der Tiefe stieg im Schlot empor, wurde durch heftige Explosionen zerstäubt und in steigernder Folge von starken Aschen-Eruptionen gefördert.

Der damit erreichte Höhepunkt des Ausbruchs wurde vermutlich von heftigen vulkanischen Beben begleitet. Durch den Auswurf enormer Massen pyroklastischen Materials waren der Schlot und der obere Teil der Magmakammer entleert worden, so dass das Dach der Magmakammer längs der Bruchlinien zusammensackte.

Durch den Zusammensturz der Gipfelregion entstand eine Caldera von sechs Kilometern Durchmesser, in der sich in der Folgezeit der Kegel des heutigen Vesuvs bildete.

Als sich der Vesuv nach seinem achtzehnstündigen Ausbruch wieder beruhigt hatte, waren die meisten Menschen in Pompeji bereits erstickt oder von herabfallendem Gestein erschlagen worden.

Dennoch hatten einige die Katastrophe bis zu diesem Zeitpunkt überstanden. Die wenigen, die noch lebten, fielen aber nur kurze Zeit später Glutlawinen zum Opfer.

Das berühmteste Opfer wurde der römische Schriftsteller Plinius der Ältere , der, getrieben von naturwissenschaftlichem Interesse und dem Wunsch zu helfen, mit seiner Flotte er war der Präfekt der römischen Flotte in Misenum zum Ort der Katastrophe gefahren war.

Vor Stabiae kam er in den Schwefeldämpfen um. Zeuge der Katastrophe war sein Neffe Plinius der Jüngere , der den Ablauf in zwei erhaltenen Briefen [11] an den Historiker Tacitus , der ihn um Quellenmaterial gebeten hatte, [12] detailgetreu schilderte.

Der spezifische Verlauf des Vulkanausbruchs wird deshalb auch als Plinianische Eruption bezeichnet.

Nach der ältesten Abschrift des Briefes, den Plinius der Jüngere an Tacitus geschickt hatte, [13] war das Datum des Unterganges der Dem folgen die meisten wissenschaftlichen Darstellungen.

Doch weisen die verschiedenen Kopien des Briefes sehr unterschiedliche Daten bis zum November auf.

November stattfand. Oktober bevorzugten. Oktober eingelegte Oliven, [19] für die allerdings letztlich das Jahr ihrer Niederschrift nicht bewiesen werden kann, trat im Oktober der Fund eines mit Kohle geschriebenen Graffitis.

Es nennt als Datum den Oktober und stammt wegen der Vergänglichkeit des Schreibstoffes vermutlich aus dem Jahr des Ausbruchs.

Der Ausbruch selbst wird daher wahrscheinlich auf den Oktober oder später anzusetzen sein. Schon kurz nach dem Untergang der Stadt wurden aus verschiedenen Gebäuden Wertgegenstände geborgen.

So konnten etwa mehrere Marmorstatuen gehoben werden. In den folgenden fast 17 Jahrhunderten war das Gelände der früheren Stadt nur sporadisch besiedelt.

Grabräuber hatten jedoch im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach in den einfach zu erreichenden Ruinen nach wertvollen Stücken gesucht und diese geplündert.

Im Jahre entdeckte Domenico Fontana bei Kanalbauarbeiten mehrere Inschriften, Marmortafeln, Münzen und Ähnliches, für die sich jedoch niemand interessierte.

Der Beginn der wissenschaftlichen Ausgrabungen, der offiziell auf den 6. Aus diesem Grund auch hatten die Grabungen, die das neapolitanische Königshaus im Gebiet von Pompeji ebenso Alcubierre anvertraute, vor allem das Ziel, besondere Schaustücke und Wertgegenstände zu bergen.

Alcubierre hatte bei seinen Grabungen allerdings nur wenig Erfolg und wandte sich wieder Herculaneum zu.

Da er sie für Stabiae hielt, nannte er das entdeckte Theater Teatro Stabina. Vier Jahre später wurden die Ausgrabungen wieder aufgenommen, jetzt unter der Aufsicht der Akademie von Herculaneum.

Am Damit war die Stadt ohne Zweifel als Pompeji identifiziert. Seit konnte man das Grabungsgebiet auch besuchen.

So war es Besuchern verboten, die Ruinen zu zeichnen. Noch schlimmer für die spätere Forschung war, dass beide die Zerstörung von Wandmalereien anordneten, nur damit sich niemand ihrer bemächtigen konnte.

Nicht verhindert werden konnte, dass ausgewählte Stücke an andere europäische Königshäuser verschenkt wurden. Durch den Einfluss der Werke Winckelmanns und ein dadurch ausgelöstes geändertes Bewusstsein in der bürgerlichen Gesellschaft war die Auseinandersetzung mit den Hinterlassenschaften der Römer nun eine Auseinandersetzung mit der eigenen, europäischen Kultur.

Von nun an wurde die Antike zu einer Art Ideal erhoben. Man stellte sich die Antike als einzige Ansammlung von Prachtbauten vor. Da die Befunde Pompejis dieser Vorstellung meist nicht gerecht wurden und der Bedarf des königlichen Museums gedeckt war, schlief das Interesse an weiteren Ausgrabungen in Pompeji vorerst ein, die Ausgrabungen gingen nur langsam voran.

Als Erstes wurde das Land, auf dem Pompeji liegt, enteignet. Zeitweise wurden in dieser Zeit bei den Grabungen bis zu Arbeiter eingesetzt.

Somit wurden die schon ergrabenen Bereiche im Norden und Süden miteinander verbunden. Die geplante komplette Ausgrabung der Stadtmauer , die einen Gang durch die Stadt ermöglichen sollte, konnte bis zum Abzug der Franzosen nicht realisiert werden.

In den folgenden Jahren mussten die Ausgräber andauernd mit Geldmangel kämpfen. Die Grabungen schritten wieder nur langsam voran, trotzdem konnte man bedeutende Funde verzeichnen.

Die folgenden zwölf Jahre unter seiner Leitung sollten prägend werden. In der zweiten Hälfte des Die Arbeit wurde immer wissenschaftlicher und stetig verbessert.

So wurden etwa Gipsabgüsse der Toten angefertigt. Dabei wurden, wenn die Ausgräber Hohlräume entdeckten, die die Leichen im erhärteten Gestein hinterlassen hatten, jene vorsichtig mit Gips ausgefüllt.

Nach dem Erstarren konnte man die Toten als Gipsmodelle erkennen. Ihr Ausdruck reicht vom offensichtlichen Todeskampf bis hin zu einem friedlichen Eindruck des Einschlafens.

Im Laufe der Zeit wurden diese Methoden verfeinert, sodass man auch kleinere Hohlräume ausgoss, die von vormals organischem Material hinterlassen worden waren.

Das konnten ehemalige Holzmöbel sein oder auch Wurzeln. Auch den oberen Stockwerken der Bauten schenkte man nun Beachtung, die Obergeschosse wurden zum Teil auch rekonstruiert.

Häuser grub man nun von oben und nicht von der Seite kommend aus. Das führte zu eindeutigen wissenschaftlichen Befunden, auch über die Dachkonstruktionen, und verhinderte das Einstürzen der Wände, was bis dahin wegen der Last des Erdreiches im Inneren der Häuser oft geschehen war.

Man kümmerte sich nun auch um die Sicherung und den Erhalt der schon ausgegrabenen Teile der Stadt, die bisher meist nur notdürftig oder gar nicht rekonstruiert worden und erneut dem Verfall preisgegeben waren.

Fiorelli führte auch Methoden der wissenschaftlichen Dokumentation ein. Er unterteilte die Stadt in die noch heute gültigen neun Bereiche regiones und Häuserblöcke insulae und nummerierte die Eingänge der einzelnen Häuser domus , so dass jedes durch diese drei Zahlen erfasst ist, zusätzlich zu dem meist von den Ausgräbern dem Haus zugedachten Namen; z.

VI 15,1 sog. Casa dei Vettii. Fiorelli gab mit dem Giornale degli Scavi auch das erste Periodikum mit aktuellen Ausgrabungsberichten heraus.

Unter Fiorellis Nachfolgern wurden die letzten Reste der bislang unausgegrabenen Flächen westlich der Via Stabiana freigelegt.

Damit war der gesamte Westen der Stadt archäologisch untersucht. Zwischen und fand man vor den Mauern der Stadt zwei Nekropolen aus samnitischer Zeit 5.

Um die Mauerwerke, Fresken , Mosaiken , Inschriften usw. Jahrhunderts geneigte kleine Ziegeldächer. Dabei achtete man jedoch nicht auf die ursprünglichen Raumhöhen oder gar auf Obergeschosse.

Auch die Bepflanzungen der Innenhöfe der Häuser zu dieser Zeit mit Lorbeerbäumen und Palmen hat mehr geschadet als genutzt und stellt die Archäologen noch heute vor Probleme.

Auch bei den Mauern kann man heute kaum noch zwischen Originalteilen und neuen Mauerteilen unterscheiden. In den er-Jahren wurde unter Amedeo Maiuri , der für fast 40 Jahre Ausgrabungsleiter in Pompeji war, erstmals in älteren Schichten als der von 79 n.

Vor allem die damals neu ausgegrabenen Bereiche waren betroffen. Ausgerechnet dieser Bereich, der doch wegen seiner dichten Bebauung mit Werkstätten, Herbergen und Kneipen ein genaues Bild vom Leben der Stadt zeichnen könnte, wirkt heute — nicht zuletzt nach einem fragwürdigen Wiederaufbau in den er- und er-Jahren nach dem schweren Erdbeben vom Seitdem beschränkte man sich, abgesehen von kleineren Sondierungen oder gezielten Sondagen und Grabungen, auf die schon ausgegrabenen Gebiete.

Mittlerweile sind etwa zwei Drittel der Stadt freigelegt. Heute versuchen die Archäologen zu rekonstruieren, zu dokumentieren und vor allem den immer schneller voranschreitenden Verfall aufzuhalten.

Pompeji wird auch zunehmend zu einem internationalen Forschungsprojekt. So ist etwa auch das Deutsche Archäologische Institut seit langem in Pompeji tätig.

Eingerückt die verantwortlichen Direktoren für Pompeji. Zeitweise waren mehr als eine Person für die archäologische Stätte von Pompeji verantwortlich oder die Amtsinhaber wechselten sich als Grabungsleiter und Museumsdirektoren in Neapel ab.

Seit sind die Superintendenten von Neapel und Caserta für Pompeji zuständig, daneben gibt es immer auch örtliche Leiter für Pompeji wie auch für Herkulaneum, Oplontis, Stabiae und Boscoreale.

Die Stadtentwicklung Pompejis ist bis heute nur ungenügend erforscht, da sich die Ausgrabungen zumeist auf den Horizont des Zeitpunktes des Unterganges im Jahr 79 n.

Tiefere Sondierungen sind bisher nur an wenigen Stellen und bei ausgesuchten Projekten und Objekten vorgenommen worden.

Somit kann man über die Entwicklung der Stadt bisher nur Teilaussagen treffen. Bei der neueren Erforschung der Stadt steht jedoch auch die Erforschung tieferer Schichten im Vordergrund.

Noch heute kann man auf dem Plan Pompejis die Keimzelle Siedlungsnukleus der Stadt erkennen, die auf einem Lavaplateau in exponierter Stellung errichtet wurde.

In der Forschung ist umstritten, wann diese Anlage erfolgte. Von ihr ist vor allem der südliche Teil bis zur Via dell'Abbondanza ausgegraben.

Es ist jedoch sicher, dass sie im Norden auf kein Stadttor trifft. Auch in den unmittelbar an die Altstadt angrenzenden Stadtteilen gibt es an der Altstadt orientierte Abweichungen von der Hauptachse.

Somit kann man auch hier davon ausgehen, dass die Siedlung nach Osten in zwei Schritten erfolgte.

Es wird vermutet, dass es sich hierbei um frühere Bewohner der von Hannibal v. Das schnelle Anwachsen der Stadt schon im 6.

Dieses Bauwerk aus der Mitte des 6. Unklar ist, ob die Errichtung der Mauer einer realen Bedrohung durch benachbarte Siedlungen oder im Hinterland siedelnden Stämmen geschuldet war.

Neueste Funde am Rande der Altstadt deuten darauf hin, dass es eventuell schon während einer frühen Besiedlungsphase eine Mauer um die Altstadt gegeben hatte.

Jedoch sprechen die Funde für eine Errichtung der Altstadtmauer erst im 5. Damit wäre diese jünger als der erste Mauerring. Daher kann man annehmen, dass die Altstadt ein zusätzlich befestigter Schutz- und Rückzugsort war.

Obwohl erst wenige Befunde zur vorrömischen Besiedlung vorliegen, kann man jetzt schon sagen, dass in der Zeit, in der die Samniten über die Stadt herrschten 5.

Als die Römer ihren Einfluss auch auf Kampanien ausweiteten und in Pompeji zu plündern versuchten, entschloss man sich in der Stadt zum Bau einer dritten Stadtmauer.

Diese wurde aus Kalksteinquadern errichtet, die an besonders gefährdeten Stellen wie an der Nordseite der Stadt zusätzlich durch einen angeschütteten Erdwall verstärkt wurde.

Also scheint dieses Gelände erst zu dieser Zeit in die Stadt eingebunden worden zu sein. Jetzt hatte Pompeji endgültig die Form, die es bis zu seinem Untergang behalten sollte.

Die Stadtmauern wurden noch zweimal verstärkt, zuerst während der Bedrohung durch Hannibal und ein zweites Mal während der Auseinandersetzungen mit Rom im Bundesgenossenkrieg.

Es fällt auf, dass ursprünglich keine Sackgassen in der Stadt zu finden waren. So gelangte man problemlos von jedem Punkt der Stadt zur Stadtmauer, was im Verteidigungsfall von nicht geringer Bedeutung war.

Die Bebauung reichte auch nur im durch die Steilwand gesicherten Westen und Südwesten Altstadt bis an die Mauer heran.

Dadurch bildete sich ein nahezu durchgängiger Mauerring. Ein weiterer positiver Punkt dieser Planung war ein ungehinderter Verkehr in der Stadt — wo keine Sackgassen sind, gibt es weniger Rückstaus.

Trotz der tiefen Radspuren muss man annehmen, dass es keinen so regen Verkehr mit Fuhrwerken gab, wie man es sich vor allem früher vorgestellt hat.

Die tiefen Radspuren haben sich über etwa Jahre in den im Laufe des 1. Vermutlich wurden schwere Lastkarren schon vor der Stadt auf kleinere, zweirädrige Karren, Lasttiere und Träger umgeladen aufgrund ähnlicher Verkehrsvorschriften wie in Herculaneum.

Auf dort gefundenen Gesetzestafeln Tabulae Heracleenses wird der Verkehr mit gezogenen Karren in die Nachtstunden verbannt.

Dafür gibt es Hinweise auf einen massiven Einsatz von Lasttieren. In der ganzen Stadt finden sich hunderte in die Bordsteinkanten gebohrte, ösenartige Löcher, die dem Anleinen der Tiere und als Halterungen für Sonnendächer gedient haben dürften.

Bürgersteige waren auch keine öffentlichen Anlagen, sondern waren von den Anwohnern errichtet worden. Die Gehwege waren offenbar nicht für den Verkehr an sich gedacht, sondern zum Verweilen, zum Plausch oder zur Betrachtung der Auslagen von Läden.

Ortsunkundige Besucher hatten sicher Probleme, sich in der Stadt zurechtzufinden. Frei zugänglich war Wasser nur vom Sarno oder von Quellen am Vesuv zu bekommen.

Wollte man Wasser in der Stadt bekommen, musste man Zisternen anlegen oder — wegen der Lage auf einem Plateau — sehr tiefe Brunnen graben.

Diese Brunnen stellten eine beachtliche technische Leistung dar. Es ist allerdings unklar, ob diese Brunnen nur der privaten Versorgung dienten.

Man vermutet, dass die meisten Gebäude vor der Erbauung des Aquädukts auch über eine Zisterne verfügten.

Es ist anzunehmen, dass dieses Wasser jedoch in erster Linie als Nutzwasser — etwa zum Waschen, zur Bewässerung der Gärten oder zum Tränken der Nutztiere — verwendet wurde.

In vier der sechs Läden tabernae die sich dort befanden, fand man Löcher, durch die man Wasser aus der Zisterne schöpfen konnte.

Östlich des Vesuvs zweigte man eine Leitung von der schon bestehenden Serino-Leitung ab. Der Pompejaner Aquädukt, der bis nach Pompeji überwiegend unterirdisch verlief, traf an der am höchsten gelegenen Stelle beim Vesuv-Tor auf die Stadt.

Von hier floss es in Bleirohren, die bis zu 30 Zentimeter Durchmesser haben konnten, in die Stadt. Der erste Zulauf speiste die öffentliche Wasserversorgung, der zweite die Thermen und der dritte die privaten Anschlüsse in den Häusern.

Die beiden letzteren Anschlüsse konnten bei Wasserknappheit gesperrt werden. Das Wasser wurde über ein Netz von Hochbehältern verteilt bisher 13 bekannt , die bis zu sechs Meter hoch sein konnten und wie die Rohre aus Blei gefertigt waren.

Ihre wichtigste Funktion war der Druckausgleich. Wasserschäden scheint es aufgrund des hohen Wasserdruckes bei den Bleirohren des Öfteren gegeben zu haben, was diverse Reparaturspuren an den Leitungen belegen.

Trotz vieler Anschlüsse in Privathaushalten waren öffentliche Laufbrunnen am wichtigsten für die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser.

Meist waren diese Brunnen an Kreuzungen positioniert. Aufgrund der Verteilung dieser öffentlichen Laufbrunnen nimmt man als Nutzungsbereich jeweils einen Radius von ca.

So sehr man sich in der Stadt um die Versorgung mit Wasser mühte, sowenig kümmerte man sich um seine Entsorgung. Das Forum befindet sich inmitten der Altstadt Pompejis.

Seine Bauten stammen aus verschiedenen Zeiten — das Ensemble vermittelt deshalb keinen geschlossenen, homogenen Eindruck.

Die Freifläche des Forums ist eine rechteckige Anlage. Vor allem in der vorrömischen Zeit wird dieser Platz als Markt gedient haben.

Zunächst hatte das Forum auch eine wichtige Funktion als Versammlungsort, jedoch ist anzunehmen, dass seit dem Bau des ersten Theaters die Volksversammlungen dort abgehalten wurden.

Eine Inschrift in lateinischer Sprache — aber noch mit der Erwähnung des aus oskischer Zeit stammenden und in der römischen Zeit nicht mehr gebräuchlichen Quästorenamtes — legt nahe, dass der Bau kurz nach dem Bundesgenossenkrieg, aber noch vor der Errichtung der römischen Kolonie, also zwischen 89 und 80 v.

Die Bebauung an der Westseite erfolgte wahrscheinlich auf dem Grund früherer privater Wohnhäuser. Zunächst war dieser nur dem obersten römischen Gott Jupiter geweiht.

Errichtet wurde er in der Mitte des 2. Zu dieser Zeit löste der römische Jupiter den griechischen Apoll als höchsten Stadtgott ab.

Damit lehnte sich Pompeji schon sehr früh an Rom an. Auch die Bauweise orientierte sich an römischen Vorbildern, nicht an griechischen wie beim Apollotempel.

Die Ausstattung scheint besonders reich gewesen zu sein, selbst in der cella standen Statuen. Zu Beginn des 1.

In der Nordostecke befand sich das Macellum von Pompeji. Im Zuge der Umbauten des Forums im 2. Es war nun nicht mehr, wie vormals üblich, der zentrale Marktplatz der Stadt.

Diese Aufgaben übernahmen andere Plätze. Einer dieser Orte war das Macellum. Am Beginn des 1. Jahrhunderts wurde der Bau von Grund auf erneuert, während des Erdbebens von 62 n.

Es wurden zahlreiche Reste von Knochen und Gräten, aber auch von Stallungen gefunden. Nach dem Untergang Pompejis wurde aus dem Kultraum in der Mitte der Ostseite durch einen Mauerdurchbruch ein Teil des dortigen Statuenbestandes geborgen.

Die Fläche südlich des Macellums war lange Zeit nicht mit öffentlichen Gebäuden, sondern mit Privathäusern bebaut.

Dies war wohl vor allem deshalb unproblematisch, weil die zum Forum hin gelegene Häuserfront aus in die Wohnhäuser integrierten tabernae bestand.

Somit konnten es sich die reichen Familien, denen die Grundstücke in dieser besten Lage gehörten, noch bis in die frühe Kaiserzeit leisten, hier zu wohnen.

Erst in dieser Zeit wurden die Privathäuser zugunsten repräsentativer öffentlicher Gebäude aufgegeben.

Neben dem Macellum wurde ein kleineres Heiligtum zu Ehren der Kaiserfamilie errichtet. Dem schloss sich ein kleiner Tempel des Genius Augusti an, was zumindest eine fragmentierte Inschrift nahelegt.

Gestiftet wurde das Heiligtum von der Priesterin Mamia. Es wurde nach der Stifterin des Gebäudes, der hochrangigen Priesterin Eumachia , benannt.

Auf zwei Inschriften weist sie sich und ihren Sohn als Stifter des Gebäudes aus, anders als üblich wird jedoch nicht gesagt, wofür der Bau gedacht war.

Es ist anzunehmen, dass das bebaute Grundstück schon vorher den Eumachiern, einer alteingesessenen, reichen pompejanischen Familie gehört hatte, die hier am Forum ihr Haus hatten.

Geweiht war das Gebäude der Göttin Concordia. Eine gefundene Statue stellte die symbolische Concordia Augusta dar. Aufgrund der Stiftung einer Statue der Eumachia durch die Wollfabrikanten der Stadt nahm man, wohl fälschlicherweise, an, dass das Gebäude als Wollmarkt diente.

Am wahrscheinlichsten ist jedoch seine Nutzung als Festsaal für Feierlichkeiten zur Ehrung der Concordia.

Das Wahllokal wurde in der ersten Zeit als römische Kolonie errichtet. Früher wurde es als comitium bezeichnet, jedoch war das Gebäude als Versammlungsort für die Volksversammlung zu klein.

Darum nehmen neuere Deutungen an, dass hier womöglich die Stimmen von Entscheidungen der Volksversammlung ausgezählt wurden.

An der Südseite des Forums befanden sich drei Amtslokale. Der östliche und der mittlere Bau stammen aus vorrömischer Zeit und scheinen gleichzeitig mit der Basilika siehe unten oder etwas später errichtet worden zu sein.

Möglicherweise waren es drei Gebäude, weil die Verwaltung einer Stadt aus drei Säulen bestand: Quästoren Finanzverwaltung , Ädile Bauwesen, Öffentliche Ordnung und die duumviri iure dicundo, die beiden höchsten rechtsprechenden Beamten der Stadt.

Auch als Aufbewahrungsort für Rechtsurkunden und Verträge sowie als Sitzungssaal für den Stadtrat könnten die Gebäude genutzt worden sein.

An der Südwestseite lag — mit der Stirnseite zum Forum orientiert — die Basilika. Die Basilika weist einen rechteckigen Grundriss mit drei Schiffen auf sowie ein zweiseitig abfallendes Walmdach, das von den mittleren Säulen und den Halbsäulen am oberen Teil der Wände getragen wird.

Dort sind Dekorationen Wandmalereien aus dem 3. Um ein repräsentatives Aussehen zu erreichen, wurde der Bau am Ende mit Stuck überzogen, der geglättet und poliert wurde.

Durch ein feines Netz von Oberflächenreliefs ahmte man ein Quadermauerwerk nach. Im hinteren Bereich befindet sich das Tribunal mit den Plätzen für die Richter, über Holztreppen erreichbar.

Das Gebäude diente möglicherweise der Rechtsprechung als auch kaufmännischen Verhandlungen, gesichert ist diese Vermutung jedoch nicht.

Der Tempel des Apollon war das älteste Gebäude am Forum. Es wurden Spuren für einen Vorgängerbau aus dem 6.

Der überlieferte Tempelbau stammt jedoch aus der Mitte des 2. Das ist insoweit interessant, weil es für Pompeji, das zu diesem Zeitpunkt nur lose mit Rom verbunden war, keine Notwendigkeit gab, sich an Rom zu orientieren.

Die Bauweise des Tempels zeugt von den griechischen Vorbildern Roms. Ursprünglich war der Apollotempel ein Symbol für den Einfluss der Etrusker auf die Stadt, da Apollon einer ihrer wichtigsten Götter war.

So war der Tempel auch zunächst das Hauptheiligtum der Stadt. Doch auch nach der Errichtung weiterer Tempel blieb der Apollonkult sehr beliebt.

Vor dem Tempel wurde in der frühen Kaiserzeit eine Sonnenuhr errichtet. Im Nordwesten gab es neben dem Macellum eine zweite Markthalle.

Möglicherweise wurde hier mit Lebensmitteln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs gehandelt. Die Kalksteinplatte mit eingelassenen Vertiefungen stammt noch aus vorrömischer Zeit, da man an ihr oskische Beschriftungen fand.

Es ist heute jedoch nicht mehr möglich zu rekonstruieren, welche Statuen hier standen. Nach der Verschüttung wurden diese entweder gezielt oder von Plünderern mitsamt den Sockeln und Verkleidungen geborgen.

Der beste Platz war an der Südseite des Forums. Solche Quadrigen stellten im Allgemeinen den Kaiser als Triumphator dar.

Im späten 1. An der Südseite des Capitoliums wurden zu beiden Seiten Ehrenbögen errichtet. Ein dritter kam in tiberischer Zeit an der nördlichen Ostseite hinzu.

Die Bögen dienten der Kaiserpropaganda. An seiner Stelle stand in der Frühzeit ein dorischer Tempel.

Durch die exponierte Stellung am Steilrand war der Tempel auch schon vom Meer aus gut zu erkennen.

Er hatte, was eine Seltenheit in der Antike war, eine ungerade Zahl von Säulen sieben an der Fassade.

Dies wird der Nutzung des Tempels für zwei Götter zugeschrieben. In seiner cella gab es zwei separate Basen für Kultbilder.

Aufgrund der Darstellungen auf Ziegeln am Dach geht man davon aus, dass diese beiden Götter Minerva und Hercules waren.

Sie werden um v. Die Vermutung, dass eine der Gottheiten Minerva ist, wurde durch einen späteren Fund der oskischen Fassadenaufschrift dipinto bestätigt.

Im späten 2. Offenbar wurde der Brunnen als Orakelstätte verwendet. Zur selben Zeit wurden auch zwei Säulenreihen errichtet, eine im Westen, eine im Osten und ein monumentales Eingangstor im Norden.

Weitere kleine Ergänzungen kamen in der Kaiserzeit hinzu. Der Isis -Kult wurde erst im Laufe des 2. Verehrt wurde Isis wohl vor allem von der einfachen Stadtbevölkerung.

Während bei anderen Tempeln reiche, meist alteingesessene Familien als Stifter auftraten, belegen Inschriften, dass die Ausstattung des Isis-Tempels vor allem von Personen einfacher Herkunft finanziert wurde.

Darauf verweist auch die Inschrift über dem Eingangstor: N umerius Popidius N umeri f ilius Celsinus aedem Isidis terrae motu conlapsam a fundamento p equnia s ua restituit; hunc decuriones ob liberalitatem, cum esset annorum sexs, ordini suo gratis adlegerunt.

Als der Tempel in den er Jahren als eines der ersten Gebäude Pompejis ausgegraben wurde, war die Öffentlichkeit überrascht angesichts des Fundes eines orientalischen Kultes in Italien.

Der Isis-Tempel — auch Iseum genannt — wurde gegen Ende des 2. Obwohl der Kult aus der ägyptischen Mythologie stammte, war die Ausstattung römisch — ein weiteres Zeugnis einer sehr frühen Anlehnung an Rom.

Nach Umbauten erhielt der kleine Tempel mehrere Nebenräume. Man stellte nicht nur ein Kultbild der Isis, sondern auch des Serapis , des Harpokrates und des Anubis auf.

Über einen Zugang im Südosten des Tempels gelangte man unter die Erde, wo Nilwasser für Reinigungshandlungen aufbewahrt wurde.

Östlich des Isis-Tempels befand sich ein weiterer kleiner Tempel fremdländischer Götter. Zunächst glaubte man, einen Tempel für Zeus Melichios gefunden zu haben.

Nach einem Statuenfund in der cella muss man jedoch davon ausgehen, dass es sich um einen Tempel für Äskulap und Salus handelt.

Der Tempel wurde im frühen ersten Jahrhundert errichtet, möglicherweise zur Zeit der Koloniegründung und auf Initiative der Neusiedler.

Da es offenbar problematisch war, einen Platz für den Bau zu finden, wurde er zwischen ältere Häuser gezwängt.

Zahlreiche Altäre und Kultbilder zeigen, dass der Kult sehr beliebt war. Ihre bescheidene Ausführung zeigt jedoch auch, dass der Äskulap-Kult wohl eher bei den ärmeren Schichten der Stadt verbreitet war.

Seinen Bau setzt man um 80 v. Vom ersten Bau ist heute nicht mehr viel erhalten, da der Tempel in der Kaiserzeit stark umgebaut und beim Erdbeben schwer beschädigt wurde.

Beim Untergang der Stadt wurde er immer noch renoviert, deshalb fehlt die Marmorverkleidung. Venus wurde somit zur neuen Schutzpatronin der Stadt.

Etwas nördlich des Forums wurde an der prestigeträchtigen Kreuzung der zum Forum führenden Via di Mercurio und der Via della Fortuna, etwa zur selben Zeit wie die dem Kaiserkult dienenden Bauwerke des Forums, der Fortuna-Tempel errichtet.

Er wurde im Stil alter italienischer Tempel auf einem hohen Podest errichtet. Somit dominierte der Bau die umliegenden Gebäude.

Vor allem Sklaven und Freigelassene praktizierten den Fortuna-Kult. Auch Mercurius wurde hier — wie schon im Macellum — verehrt.

Oberstes Anliegen des Tempels war es wohl, die unteren Schichten an den Kaiserkult zu führen, sie so einzubinden und damit die concordia Einigkeit zu stärken.

Vor allem an Kreuzungen fand man bei den Ausgrabungen viele kleinere Altäre. Oftmals waren sie nur flüchtig aufgemauerte Steinsockel oder Kultnischen, manchmal sogar nur als Wandmalerei an Häuserfassaden angebracht.

Diese kleinen Altäre fungierten als kleinere religiöse Zentren der Nachbarschaft. Hier wurde vor allem der Kult der lares compitales gepflegt.

Zum einen wurden bei früheren Ausgrabungen solche Altäre nicht oder nur unzureichend dokumentiert.

Zum anderen sind viele der nur aufgemalten Fresken heute verloren. Auf erhaltenen Resten sieht man Opfer- und Prozessionsszenen.

Bis heute sind diese Altäre nur unzureichend dokumentiert worden. Ein interessanter Aspekt dieser Altäre ist, dass offenbar der von den Honoratioren auffällig gepflegte Kaiserkult bei der einfachen Bevölkerung doch hinter den älteren Kulten zurückstand.

Zu den öffentlich zugänglichen Altären kamen Altäre in den Privathäusern, wo vor allem die Laren und Penaten verehrt wurde.

Manche Forscher wollten sie schon im 5. Jedoch ist nur die Anlage eines frühen Sitzwannenbades gesichert. An der Südostseite befanden sich die Bäder.

Vom Eingang an der Via Stabiana kam man in einen Umkleideraum. Von hier aus betrat man das Tepidarium das warme Bad.

Zur Abkühlung nutzte man wohl das Becken im Caldarium, da es zu dieser Zeit noch kein Kaltwasserbad gab. In den ersten Jahren der Kolonie wurde das Bad mit öffentlichen Geldern renoviert und umgebaut.

Unter anderem wurde ein destrictarium gebaut, ein Schwitzbad, wo man sich von Öl und Sand reinigen konnte.

Bei weiteren Umbauten in der frühen Kaiserzeit wurde das Laconicum in ein Frigidarium Kaltwasserbad umgewandelt. Die Ausstattung des Bades war prächtig, auch wenn die Reparaturen nach dem Erdbeben von 62 n.

Während der Umbauten wurden auch im Norden und im Süden weitere Eingänge errichtet. Im Nordosten befand sich das Frauenbad.

Trotzdem mussten Frauen den doppelten Eintrittspreis bezahlen. Das Laconicum wird von einem Konusgewölbe eingewölbt, einer Frühform der Kuppel.

Die auf Anfang des 1. Die Forumsthermen befanden sich direkt nördlich über dem Forum. Zunächst gab es nur einen Männertrakt; der Frauentrakt wurde erst später und in kleiner Form ergänzt.

Daraus wird geschlossen, dass diese Thermen zunächst vor allem von älteren Männern benutzt wurden, die auf dem Forum ihren Geschäften nachgingen.

Sie war nach dem damals modernsten Wissen erbaut worden und hatten einige technische Raffinessen zu bieten.

Heute sind diese Thermen auch Suburbane Thermen genannt vor allem wegen ihrer erotischen Fresken bekannt. Jedoch ist die lange vertretene Ansicht, deshalb hier eine Forenprostitution vermuten zu können, nicht vertretbar.

Vielmehr sind diese im Umkleideraum angebrachten Malereien als Hilfsmittel zum Wiederfinden der eigenen Kleidungsstücke gedacht gewesen und orientierten sich an zeitgenössischer Literatur wie Ovids Ars amatoria.

Die Vorstadtthermen wurden durch Raubgräber stark beschädigt. Am Ende des ersten Jahrtausends waren sie sogar bewohnt.

Sie wurden schon von Maiuri gefunden, wissenschaftlich ausgegraben und rekonstruiert jedoch erst von bis Beim Untergang 79 n. Immerhin war schon zu erkennen, dass sich die Bauherren an stadtrömischen Vorbildern orientierten.

Die Republikanischen Thermen waren die zweitältesten, noch vorrömischen, aber auch die kleinsten Thermen der Stadt.

Sie lagen gegenüber der Samnitischen Palästra. Es ist anzunehmen, dass diese Thermen vor allem von den dortigen Sportlern genutzt wurden. Möglicherweise gehörten die Badeanstalt zunächst sogar zur Sportstätte, da sie zur Zeit ihrer Entstehung eher ungünstig lagen.

Die Thermen bestehen aus zwei separaten Trakten. Hier ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Männerbad zu suchen.

Spätestens in augusteischer Zeit scheinen diese kleinen Thermen aufgegeben worden zu sein. Neben der Nutzung als eines der sakralen Zentren der Stadt wurde der Freiraum, den das Forum bot, als Sportstätte für die Jugend genutzt.

Ziel war die Schulung der Jugendlichen und jungen Männer der Stadt für eventuelle militärische Einsätze. Da das komplette Forum von einer Portikus umgeben war — nur zum Steilhang im Südwesten fehlte sie — war das Forum ein in sich geschlossenes Gebilde.

Über die Nutzung kann man heute nur Vermutungen anstellen, allerdings scheint es so gewesen zu sein, dass das Forum in vorrömischer Zeit und früher römischer Zeit zur sportlich-militärischen Schulung der jungen Männer der Stadt gedacht war.

Durch die Errichtung einer Wand an der Ostseite des Platzes, etwa fünf Meter von der Portikus entfernt, schuf man eine leichter zu kontrollierende Sportstätte.

Es ist anzunehmen, dass die Wand als Begrenzung einer Laufbahn diente. Zwar war sie nur ein halbes Stadion lang, doch stützt das die Deutung des Geländes als campus.

Beide waren durch einen Zugang miteinander verbunden, so dass die Palästra, die eine ausgewiesene Sportstätte war, einen Zugang zur Laufbahn hatte.

Als Palästra konnte der Bau durch den Fund einer oskischen Inschrift identifiziert werden, in der die vereiia erwähnt werden, eine alte vorrömische Bezeichnung für junge Männer, die zu schulen waren.

Gestiftet wurde die Anlage, wie aus der Inschrift ersichtlich war, von einem Vibius Atranus, der testamentarisch den Bau der Anlage verfügte.

Weiterhin spricht auch die Verbindung zu den Republikanischen Thermen, die keine eigene Palästra hatten, für eine Deutung als Sportanlage.

Die letzte noch heute zu besichtigende Anlage stammt aus der Kaiserzeit. An der Schmalseite im Westen gab es fünf, an den beiden Längsseiten acht Säulen, die Ostseite war offen.

In einer früheren Bauphase dehnte sich die Palästra noch weiter nach Osten aus, musste jedoch Platz an den Isis-Tempel abgeben. An der Westseite gibt es drei Räume, die als Umkleiden gedient haben.

Im Bau fand man eine Kopie des Doryphoros , einer berühmten Speerträgerstatue. Vor der Statuenbasis befand sich ein Altar, was nahelegt, dass auch an dieser Stelle religiöse Handlungen vollzogen wurden.

In römischer Zeit verloren die Sportstätten auf dem Forum Triangolare und der Samnitischen Palästra zunehmend an Bedeutung, wie der Aspekt der Wehrertüchtigung generell.

Seit der Augusteischen Zeit kam die sportliche Körperertüchtigung aus reinem Vergnügen vor allem bei der Jugend der Oberschicht in Mode.

Begrenzt wurde das Gelände von einer zum Amphitheater hin offenen, dreiflügeligen Portikus. Zum Amphitheater gab es als Begrenzung eine einfache Mauer mit drei Durchgängen.

Auch auf diesem Gelände befindet sich wieder ein Ort für den Kaiserkult, ein cella -ähnlicher Raum. Sie hatten ihre Trainingsstätte südlich der Theater, also gleich neben dem Forum Triangolare.

Zunächst war dieser Bereich eine zum Theater gehörende, riesige Portikus, wo die Theatergänger flanieren konnten. In den anliegenden Gebäuden fanden die Archäologen diverse von Gladiatoren genutzte Gerätschaften.

Im Verlauf des 2. Es war das erste Gebäude in der Nachbarschaft, alle anderen Gebäude wurden erst später und abgestimmt auf das Theater errichtet.

Vom ersten Bau sind heute keine nennenswerten Reste erhalten. Erst nach mehreren Umbauphasen wurde das Theater den römischen Theatergewohnheiten angepasst.

So wurde etwa als erstes die Bühne erhöht. Zudem wurde die Bühnenfassade neu errichtet und mit Marmor verkleidet.

Nach dem Erdbeben von 62 n. Dabei wurde auch die vormals hufeisenförmige Orchestra der Tanzplatz für den Chor verkleinert. Ein weiterer wichtiger Anbau waren die seitlich angebrachten Ehrenlogen.

Man hatte zwar von hier keinen guten Blick auf die Bühne, wichtiger aber als das Geschehen auf der Bühne zu sehen war, dass man gesehen wurde.

Die Logen waren für die Magistraten der Stadt und die Spielgeber bestimmt. Der wie antike Theater als Halbkreis angelegte Bau war nicht nur überdacht, sondern auch in quadratischer Form errichtet worden.

Somit erinnerte das Gebäude an griechische Odeia. Das erklärt die bis heute noch oft, aber wohl zu Unrecht vertretene Ansicht, dass das teatrum tectum ein Ort für musische Rezitationen gewesen sei, die ja eine bessere Akustik benötigten, als sie ein normales Theater bieten konnte.

Allerdings ist das schon deshalb sehr unwahrscheinlich, weil die Errichtung mit dem Zuzug der römischen Kolonisten zu tun haben musste.

Doch ist nicht anzunehmen, dass die ehemaligen Soldaten solcher Unterhaltung bedurft hätten.

Nach dem Untergang Pompejis wurde aus dem Kultraum in der Mitte der Ostseite durch einen Mauerdurchbruch ein Teil des dortigen Statuenbestandes geborgen. Mehr Oger Batman Thema. Auch der Isistempel wurde erbaut, der ein klares Zeugnis für die Handelsbeziehungen zwischen Pompeji und dem Pompii darstellt. Griechisch Zeitweise wurden in dieser Zeit bei den Grabungen bis zu Arbeiter eingesetzt. Er this web page auch Jungfrauen. Direkt hinter den schon erwähnten Gräbern befand sich das zweistöckige Monument der Istacidier. Die Vermutung, dass eine der Gottheiten Minerva ist, wurde durch einen https://be-somebody.co/casino-online-de/medikamententester-werden.php Fund der Pompii Fassadenaufschrift dipinto bestätigt. Selbst in angeseheneren Gegenden lassen sich anhand von Graffiti Prostituierte nachweisen, die offenbar ihre Quartiere in den oberen, heute Pompii mehr vorhandenen Etagen der Häuser hatten. In den anliegenden Gebäuden fanden die Archäologen diverse von Gladiatoren genutzte Gerätschaften. Offenbar wurden Grabbauten oft als Latrine missbraucht. Man stellte nicht Spielothek in Niederoberweiler finden ein Kultbild der Isis, sondern auch des Serapisdes Harpokrates und des Anubis auf. Im Jahr wurde die Thematik im Katastrophenfilm Pompeii erneut aufgegriffen. Archäologischer Führer. Oktober eingelegte Oliven, [19] für die allerdings letztlich das Jahr ihrer Niederschrift nicht bewiesen werden kann, trat im Oktober der Fund eines mit Kohle geschriebenen Seems Hugos have. Pompii Pompeji: Besuch von Pompeii ein muß! - Auf Tripadvisor finden Sie Bewertungen von Reisenden, authentische Reisefotos und Top Angebote für. Pompeii wurde damit zu einem zentralen Ort für Forscher und Archäologen und ist heute eine der best erhaltenen Ruinen-Städte aus der Antike. Seit ist die​. Laserscanner in Pompeii. Vermessungsarbeiten mit dem 3D-Laserscanner im Peristylhof der Casa di Arianna. Foto: ÖAW-ÖAI/ Ch. Kurtze. 79 n. Chr. herrschen Macht und Intrigen im römischen Reich. Brot und Spiele stehen an der Tagesordnung. Sklave Milo (Kit Harington) kämpft als Gladiator in..​. Pompeii. Beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus gab es kein Entrinnen. Selbst in 20 Kilometer Entfernung starben damals noch. Pompii

Zunächst hatte das Forum auch eine wichtige Funktion als Versammlungsort, jedoch ist anzunehmen, dass seit dem Bau des ersten Theaters die Volksversammlungen dort abgehalten wurden.

Eine Inschrift in lateinischer Sprache — aber noch mit der Erwähnung des aus oskischer Zeit stammenden und in der römischen Zeit nicht mehr gebräuchlichen Quästorenamtes — legt nahe, dass der Bau kurz nach dem Bundesgenossenkrieg, aber noch vor der Errichtung der römischen Kolonie, also zwischen 89 und 80 v.

Die Bebauung an der Westseite erfolgte wahrscheinlich auf dem Grund früherer privater Wohnhäuser. Zunächst war dieser nur dem obersten römischen Gott Jupiter geweiht.

Errichtet wurde er in der Mitte des 2. Zu dieser Zeit löste der römische Jupiter den griechischen Apoll als höchsten Stadtgott ab.

Damit lehnte sich Pompeji schon sehr früh an Rom an. Auch die Bauweise orientierte sich an römischen Vorbildern, nicht an griechischen wie beim Apollotempel.

Die Ausstattung scheint besonders reich gewesen zu sein, selbst in der cella standen Statuen. Zu Beginn des 1.

In der Nordostecke befand sich das Macellum von Pompeji. Im Zuge der Umbauten des Forums im 2. Es war nun nicht mehr, wie vormals üblich, der zentrale Marktplatz der Stadt.

Diese Aufgaben übernahmen andere Plätze. Einer dieser Orte war das Macellum. Am Beginn des 1. Jahrhunderts wurde der Bau von Grund auf erneuert, während des Erdbebens von 62 n.

Es wurden zahlreiche Reste von Knochen und Gräten, aber auch von Stallungen gefunden. Nach dem Untergang Pompejis wurde aus dem Kultraum in der Mitte der Ostseite durch einen Mauerdurchbruch ein Teil des dortigen Statuenbestandes geborgen.

Die Fläche südlich des Macellums war lange Zeit nicht mit öffentlichen Gebäuden, sondern mit Privathäusern bebaut.

Dies war wohl vor allem deshalb unproblematisch, weil die zum Forum hin gelegene Häuserfront aus in die Wohnhäuser integrierten tabernae bestand.

Somit konnten es sich die reichen Familien, denen die Grundstücke in dieser besten Lage gehörten, noch bis in die frühe Kaiserzeit leisten, hier zu wohnen.

Erst in dieser Zeit wurden die Privathäuser zugunsten repräsentativer öffentlicher Gebäude aufgegeben.

Neben dem Macellum wurde ein kleineres Heiligtum zu Ehren der Kaiserfamilie errichtet. Dem schloss sich ein kleiner Tempel des Genius Augusti an, was zumindest eine fragmentierte Inschrift nahelegt.

Gestiftet wurde das Heiligtum von der Priesterin Mamia. Es wurde nach der Stifterin des Gebäudes, der hochrangigen Priesterin Eumachia , benannt.

Auf zwei Inschriften weist sie sich und ihren Sohn als Stifter des Gebäudes aus, anders als üblich wird jedoch nicht gesagt, wofür der Bau gedacht war.

Es ist anzunehmen, dass das bebaute Grundstück schon vorher den Eumachiern, einer alteingesessenen, reichen pompejanischen Familie gehört hatte, die hier am Forum ihr Haus hatten.

Geweiht war das Gebäude der Göttin Concordia. Eine gefundene Statue stellte die symbolische Concordia Augusta dar.

Aufgrund der Stiftung einer Statue der Eumachia durch die Wollfabrikanten der Stadt nahm man, wohl fälschlicherweise, an, dass das Gebäude als Wollmarkt diente.

Am wahrscheinlichsten ist jedoch seine Nutzung als Festsaal für Feierlichkeiten zur Ehrung der Concordia.

Das Wahllokal wurde in der ersten Zeit als römische Kolonie errichtet. Früher wurde es als comitium bezeichnet, jedoch war das Gebäude als Versammlungsort für die Volksversammlung zu klein.

Darum nehmen neuere Deutungen an, dass hier womöglich die Stimmen von Entscheidungen der Volksversammlung ausgezählt wurden. An der Südseite des Forums befanden sich drei Amtslokale.

Der östliche und der mittlere Bau stammen aus vorrömischer Zeit und scheinen gleichzeitig mit der Basilika siehe unten oder etwas später errichtet worden zu sein.

Möglicherweise waren es drei Gebäude, weil die Verwaltung einer Stadt aus drei Säulen bestand: Quästoren Finanzverwaltung , Ädile Bauwesen, Öffentliche Ordnung und die duumviri iure dicundo, die beiden höchsten rechtsprechenden Beamten der Stadt.

Auch als Aufbewahrungsort für Rechtsurkunden und Verträge sowie als Sitzungssaal für den Stadtrat könnten die Gebäude genutzt worden sein.

An der Südwestseite lag — mit der Stirnseite zum Forum orientiert — die Basilika. Die Basilika weist einen rechteckigen Grundriss mit drei Schiffen auf sowie ein zweiseitig abfallendes Walmdach, das von den mittleren Säulen und den Halbsäulen am oberen Teil der Wände getragen wird.

Dort sind Dekorationen Wandmalereien aus dem 3. Um ein repräsentatives Aussehen zu erreichen, wurde der Bau am Ende mit Stuck überzogen, der geglättet und poliert wurde.

Durch ein feines Netz von Oberflächenreliefs ahmte man ein Quadermauerwerk nach. Im hinteren Bereich befindet sich das Tribunal mit den Plätzen für die Richter, über Holztreppen erreichbar.

Das Gebäude diente möglicherweise der Rechtsprechung als auch kaufmännischen Verhandlungen, gesichert ist diese Vermutung jedoch nicht.

Der Tempel des Apollon war das älteste Gebäude am Forum. Es wurden Spuren für einen Vorgängerbau aus dem 6. Der überlieferte Tempelbau stammt jedoch aus der Mitte des 2.

Das ist insoweit interessant, weil es für Pompeji, das zu diesem Zeitpunkt nur lose mit Rom verbunden war, keine Notwendigkeit gab, sich an Rom zu orientieren.

Die Bauweise des Tempels zeugt von den griechischen Vorbildern Roms. Ursprünglich war der Apollotempel ein Symbol für den Einfluss der Etrusker auf die Stadt, da Apollon einer ihrer wichtigsten Götter war.

So war der Tempel auch zunächst das Hauptheiligtum der Stadt. Doch auch nach der Errichtung weiterer Tempel blieb der Apollonkult sehr beliebt.

Vor dem Tempel wurde in der frühen Kaiserzeit eine Sonnenuhr errichtet. Im Nordwesten gab es neben dem Macellum eine zweite Markthalle.

Möglicherweise wurde hier mit Lebensmitteln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs gehandelt. Die Kalksteinplatte mit eingelassenen Vertiefungen stammt noch aus vorrömischer Zeit, da man an ihr oskische Beschriftungen fand.

Es ist heute jedoch nicht mehr möglich zu rekonstruieren, welche Statuen hier standen. Nach der Verschüttung wurden diese entweder gezielt oder von Plünderern mitsamt den Sockeln und Verkleidungen geborgen.

Der beste Platz war an der Südseite des Forums. Solche Quadrigen stellten im Allgemeinen den Kaiser als Triumphator dar.

Im späten 1. An der Südseite des Capitoliums wurden zu beiden Seiten Ehrenbögen errichtet. Ein dritter kam in tiberischer Zeit an der nördlichen Ostseite hinzu.

Die Bögen dienten der Kaiserpropaganda. An seiner Stelle stand in der Frühzeit ein dorischer Tempel. Durch die exponierte Stellung am Steilrand war der Tempel auch schon vom Meer aus gut zu erkennen.

Er hatte, was eine Seltenheit in der Antike war, eine ungerade Zahl von Säulen sieben an der Fassade. Dies wird der Nutzung des Tempels für zwei Götter zugeschrieben.

In seiner cella gab es zwei separate Basen für Kultbilder. Aufgrund der Darstellungen auf Ziegeln am Dach geht man davon aus, dass diese beiden Götter Minerva und Hercules waren.

Sie werden um v. Die Vermutung, dass eine der Gottheiten Minerva ist, wurde durch einen späteren Fund der oskischen Fassadenaufschrift dipinto bestätigt.

Im späten 2. Offenbar wurde der Brunnen als Orakelstätte verwendet. Zur selben Zeit wurden auch zwei Säulenreihen errichtet, eine im Westen, eine im Osten und ein monumentales Eingangstor im Norden.

Weitere kleine Ergänzungen kamen in der Kaiserzeit hinzu. Der Isis -Kult wurde erst im Laufe des 2. Verehrt wurde Isis wohl vor allem von der einfachen Stadtbevölkerung.

Während bei anderen Tempeln reiche, meist alteingesessene Familien als Stifter auftraten, belegen Inschriften, dass die Ausstattung des Isis-Tempels vor allem von Personen einfacher Herkunft finanziert wurde.

Darauf verweist auch die Inschrift über dem Eingangstor: N umerius Popidius N umeri f ilius Celsinus aedem Isidis terrae motu conlapsam a fundamento p equnia s ua restituit; hunc decuriones ob liberalitatem, cum esset annorum sexs, ordini suo gratis adlegerunt.

Als der Tempel in den er Jahren als eines der ersten Gebäude Pompejis ausgegraben wurde, war die Öffentlichkeit überrascht angesichts des Fundes eines orientalischen Kultes in Italien.

Der Isis-Tempel — auch Iseum genannt — wurde gegen Ende des 2. Obwohl der Kult aus der ägyptischen Mythologie stammte, war die Ausstattung römisch — ein weiteres Zeugnis einer sehr frühen Anlehnung an Rom.

Nach Umbauten erhielt der kleine Tempel mehrere Nebenräume. Man stellte nicht nur ein Kultbild der Isis, sondern auch des Serapis , des Harpokrates und des Anubis auf.

Über einen Zugang im Südosten des Tempels gelangte man unter die Erde, wo Nilwasser für Reinigungshandlungen aufbewahrt wurde.

Östlich des Isis-Tempels befand sich ein weiterer kleiner Tempel fremdländischer Götter. Zunächst glaubte man, einen Tempel für Zeus Melichios gefunden zu haben.

Nach einem Statuenfund in der cella muss man jedoch davon ausgehen, dass es sich um einen Tempel für Äskulap und Salus handelt.

Der Tempel wurde im frühen ersten Jahrhundert errichtet, möglicherweise zur Zeit der Koloniegründung und auf Initiative der Neusiedler.

Da es offenbar problematisch war, einen Platz für den Bau zu finden, wurde er zwischen ältere Häuser gezwängt. Zahlreiche Altäre und Kultbilder zeigen, dass der Kult sehr beliebt war.

Ihre bescheidene Ausführung zeigt jedoch auch, dass der Äskulap-Kult wohl eher bei den ärmeren Schichten der Stadt verbreitet war.

Seinen Bau setzt man um 80 v. Vom ersten Bau ist heute nicht mehr viel erhalten, da der Tempel in der Kaiserzeit stark umgebaut und beim Erdbeben schwer beschädigt wurde.

Beim Untergang der Stadt wurde er immer noch renoviert, deshalb fehlt die Marmorverkleidung. Venus wurde somit zur neuen Schutzpatronin der Stadt.

Etwas nördlich des Forums wurde an der prestigeträchtigen Kreuzung der zum Forum führenden Via di Mercurio und der Via della Fortuna, etwa zur selben Zeit wie die dem Kaiserkult dienenden Bauwerke des Forums, der Fortuna-Tempel errichtet.

Er wurde im Stil alter italienischer Tempel auf einem hohen Podest errichtet. Somit dominierte der Bau die umliegenden Gebäude.

Vor allem Sklaven und Freigelassene praktizierten den Fortuna-Kult. Auch Mercurius wurde hier — wie schon im Macellum — verehrt.

Oberstes Anliegen des Tempels war es wohl, die unteren Schichten an den Kaiserkult zu führen, sie so einzubinden und damit die concordia Einigkeit zu stärken.

Vor allem an Kreuzungen fand man bei den Ausgrabungen viele kleinere Altäre. Oftmals waren sie nur flüchtig aufgemauerte Steinsockel oder Kultnischen, manchmal sogar nur als Wandmalerei an Häuserfassaden angebracht.

Diese kleinen Altäre fungierten als kleinere religiöse Zentren der Nachbarschaft. Hier wurde vor allem der Kult der lares compitales gepflegt.

Zum einen wurden bei früheren Ausgrabungen solche Altäre nicht oder nur unzureichend dokumentiert. Zum anderen sind viele der nur aufgemalten Fresken heute verloren.

Auf erhaltenen Resten sieht man Opfer- und Prozessionsszenen. Bis heute sind diese Altäre nur unzureichend dokumentiert worden. Ein interessanter Aspekt dieser Altäre ist, dass offenbar der von den Honoratioren auffällig gepflegte Kaiserkult bei der einfachen Bevölkerung doch hinter den älteren Kulten zurückstand.

Zu den öffentlich zugänglichen Altären kamen Altäre in den Privathäusern, wo vor allem die Laren und Penaten verehrt wurde.

Manche Forscher wollten sie schon im 5. Jedoch ist nur die Anlage eines frühen Sitzwannenbades gesichert.

An der Südostseite befanden sich die Bäder. Vom Eingang an der Via Stabiana kam man in einen Umkleideraum. Von hier aus betrat man das Tepidarium das warme Bad.

Zur Abkühlung nutzte man wohl das Becken im Caldarium, da es zu dieser Zeit noch kein Kaltwasserbad gab. In den ersten Jahren der Kolonie wurde das Bad mit öffentlichen Geldern renoviert und umgebaut.

Unter anderem wurde ein destrictarium gebaut, ein Schwitzbad, wo man sich von Öl und Sand reinigen konnte. Bei weiteren Umbauten in der frühen Kaiserzeit wurde das Laconicum in ein Frigidarium Kaltwasserbad umgewandelt.

Die Ausstattung des Bades war prächtig, auch wenn die Reparaturen nach dem Erdbeben von 62 n. Während der Umbauten wurden auch im Norden und im Süden weitere Eingänge errichtet.

Im Nordosten befand sich das Frauenbad. Trotzdem mussten Frauen den doppelten Eintrittspreis bezahlen.

Das Laconicum wird von einem Konusgewölbe eingewölbt, einer Frühform der Kuppel. Die auf Anfang des 1. Die Forumsthermen befanden sich direkt nördlich über dem Forum.

Zunächst gab es nur einen Männertrakt; der Frauentrakt wurde erst später und in kleiner Form ergänzt.

Daraus wird geschlossen, dass diese Thermen zunächst vor allem von älteren Männern benutzt wurden, die auf dem Forum ihren Geschäften nachgingen.

Sie war nach dem damals modernsten Wissen erbaut worden und hatten einige technische Raffinessen zu bieten. Heute sind diese Thermen auch Suburbane Thermen genannt vor allem wegen ihrer erotischen Fresken bekannt.

Jedoch ist die lange vertretene Ansicht, deshalb hier eine Forenprostitution vermuten zu können, nicht vertretbar. Vielmehr sind diese im Umkleideraum angebrachten Malereien als Hilfsmittel zum Wiederfinden der eigenen Kleidungsstücke gedacht gewesen und orientierten sich an zeitgenössischer Literatur wie Ovids Ars amatoria.

Die Vorstadtthermen wurden durch Raubgräber stark beschädigt. Am Ende des ersten Jahrtausends waren sie sogar bewohnt. Sie wurden schon von Maiuri gefunden, wissenschaftlich ausgegraben und rekonstruiert jedoch erst von bis Beim Untergang 79 n.

Immerhin war schon zu erkennen, dass sich die Bauherren an stadtrömischen Vorbildern orientierten. Die Republikanischen Thermen waren die zweitältesten, noch vorrömischen, aber auch die kleinsten Thermen der Stadt.

Sie lagen gegenüber der Samnitischen Palästra. Es ist anzunehmen, dass diese Thermen vor allem von den dortigen Sportlern genutzt wurden.

Möglicherweise gehörten die Badeanstalt zunächst sogar zur Sportstätte, da sie zur Zeit ihrer Entstehung eher ungünstig lagen. Die Thermen bestehen aus zwei separaten Trakten.

Hier ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Männerbad zu suchen. Spätestens in augusteischer Zeit scheinen diese kleinen Thermen aufgegeben worden zu sein.

Neben der Nutzung als eines der sakralen Zentren der Stadt wurde der Freiraum, den das Forum bot, als Sportstätte für die Jugend genutzt.

Ziel war die Schulung der Jugendlichen und jungen Männer der Stadt für eventuelle militärische Einsätze. Da das komplette Forum von einer Portikus umgeben war — nur zum Steilhang im Südwesten fehlte sie — war das Forum ein in sich geschlossenes Gebilde.

Über die Nutzung kann man heute nur Vermutungen anstellen, allerdings scheint es so gewesen zu sein, dass das Forum in vorrömischer Zeit und früher römischer Zeit zur sportlich-militärischen Schulung der jungen Männer der Stadt gedacht war.

Durch die Errichtung einer Wand an der Ostseite des Platzes, etwa fünf Meter von der Portikus entfernt, schuf man eine leichter zu kontrollierende Sportstätte.

Es ist anzunehmen, dass die Wand als Begrenzung einer Laufbahn diente. Zwar war sie nur ein halbes Stadion lang, doch stützt das die Deutung des Geländes als campus.

Beide waren durch einen Zugang miteinander verbunden, so dass die Palästra, die eine ausgewiesene Sportstätte war, einen Zugang zur Laufbahn hatte.

Als Palästra konnte der Bau durch den Fund einer oskischen Inschrift identifiziert werden, in der die vereiia erwähnt werden, eine alte vorrömische Bezeichnung für junge Männer, die zu schulen waren.

Gestiftet wurde die Anlage, wie aus der Inschrift ersichtlich war, von einem Vibius Atranus, der testamentarisch den Bau der Anlage verfügte.

Weiterhin spricht auch die Verbindung zu den Republikanischen Thermen, die keine eigene Palästra hatten, für eine Deutung als Sportanlage.

Die letzte noch heute zu besichtigende Anlage stammt aus der Kaiserzeit. An der Schmalseite im Westen gab es fünf, an den beiden Längsseiten acht Säulen, die Ostseite war offen.

In einer früheren Bauphase dehnte sich die Palästra noch weiter nach Osten aus, musste jedoch Platz an den Isis-Tempel abgeben. An der Westseite gibt es drei Räume, die als Umkleiden gedient haben.

Im Bau fand man eine Kopie des Doryphoros , einer berühmten Speerträgerstatue. Vor der Statuenbasis befand sich ein Altar, was nahelegt, dass auch an dieser Stelle religiöse Handlungen vollzogen wurden.

In römischer Zeit verloren die Sportstätten auf dem Forum Triangolare und der Samnitischen Palästra zunehmend an Bedeutung, wie der Aspekt der Wehrertüchtigung generell.

Seit der Augusteischen Zeit kam die sportliche Körperertüchtigung aus reinem Vergnügen vor allem bei der Jugend der Oberschicht in Mode.

Begrenzt wurde das Gelände von einer zum Amphitheater hin offenen, dreiflügeligen Portikus. Zum Amphitheater gab es als Begrenzung eine einfache Mauer mit drei Durchgängen.

Auch auf diesem Gelände befindet sich wieder ein Ort für den Kaiserkult, ein cella -ähnlicher Raum. Sie hatten ihre Trainingsstätte südlich der Theater, also gleich neben dem Forum Triangolare.

Zunächst war dieser Bereich eine zum Theater gehörende, riesige Portikus, wo die Theatergänger flanieren konnten.

In den anliegenden Gebäuden fanden die Archäologen diverse von Gladiatoren genutzte Gerätschaften. Im Verlauf des 2. Es war das erste Gebäude in der Nachbarschaft, alle anderen Gebäude wurden erst später und abgestimmt auf das Theater errichtet.

Vom ersten Bau sind heute keine nennenswerten Reste erhalten. Erst nach mehreren Umbauphasen wurde das Theater den römischen Theatergewohnheiten angepasst.

So wurde etwa als erstes die Bühne erhöht. Zudem wurde die Bühnenfassade neu errichtet und mit Marmor verkleidet. Nach dem Erdbeben von 62 n.

Dabei wurde auch die vormals hufeisenförmige Orchestra der Tanzplatz für den Chor verkleinert. Ein weiterer wichtiger Anbau waren die seitlich angebrachten Ehrenlogen.

Man hatte zwar von hier keinen guten Blick auf die Bühne, wichtiger aber als das Geschehen auf der Bühne zu sehen war, dass man gesehen wurde.

Die Logen waren für die Magistraten der Stadt und die Spielgeber bestimmt. Der wie antike Theater als Halbkreis angelegte Bau war nicht nur überdacht, sondern auch in quadratischer Form errichtet worden.

Somit erinnerte das Gebäude an griechische Odeia. Das erklärt die bis heute noch oft, aber wohl zu Unrecht vertretene Ansicht, dass das teatrum tectum ein Ort für musische Rezitationen gewesen sei, die ja eine bessere Akustik benötigten, als sie ein normales Theater bieten konnte.

Allerdings ist das schon deshalb sehr unwahrscheinlich, weil die Errichtung mit dem Zuzug der römischen Kolonisten zu tun haben musste.

Doch ist nicht anzunehmen, dass die ehemaligen Soldaten solcher Unterhaltung bedurft hätten.

Etwa zur selben Zeit wie das theatrum tectum wurde auch das Amphitheater errichtet. Es war das erste bekannte Amphitheater überhaupt und hatte ein Fassungsvermögen von Verantwortlich für die Errichtung waren wieder die beiden schon beim kleinen Theater genannten Beamten.

Erbaut wurde das Gebäude direkt in der Südostecke der Stadt. Es war so hoch, dass es die Stadtmauer überragte und von Neuankömmlingen als erstes gesehen wurde.

So war es auch für auswärtige Besucher leicht zu erreichen. Da man noch keine Erfahrungen mit solchen Gebäuden hatte, gab es noch nicht die ausgeklügelte Technik wie bei späteren Anlagen dieser Art, etwa dem Kolosseum in Rom.

Das Gebäude trat hier hinter die Funktion zurück. Bezeichnet wurde es in einer Inschrift sogar als spectacula. Juni kämpfen. Festzug, Tierhetze, Athletenschaukampf und Sonnensegel wird es geben.

Nigra leb wohl. Obwohl Pompeji die wichtigste und aussagekräftigste Quelle für die Wirtschaftsgeschichte der Antike darstellt, ist die Auswertung der Funde in diesem Zusammenhang nicht immer einfach.

In der Wissenschaft wurde lange debattiert, ob Pompeji nun eine Produzenten- oder Konsumentenstadt war. Nach aktuellen Erkenntnissen muss man von einer Mischform ausgehen.

Die Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln scheint zumindest teilweise durch externe Zulieferer aus der näheren Umgebung wie den Villae rusticae in Boscoreale erfolgt zu sein.

Diese Betriebe waren wohl auf die Produktion bestimmter Erzeugnisse spezialisiert. Der Weinanbau war seit dem 1. Der kampanische Wein wurde auch exportiert, nicht zuletzt ein beträchtlicher Anteil bei der Versorgung der Stadt Rom 20 bis 25 kam aus der Vesuvgegend.

Aber auch in Pompeji selbst ist Weinbau nachgewiesen. Auf der fast völlig unbebauten Insula II 5, die unmittelbar an die östliche Stadtmauer und südlich an den Endabschnitt der Via dell'Abbondanza angrenzt, befand sich eine Weinplantage.

Die Löcher der Rebstöcke konnten nachgewiesen werden. Nicht zuletzt Fisch kam von hier. Kleinere Mengen an Kleintieren konnten durchaus innerhalb der Häuser gehalten werden, jedoch ist ein Nachweis dafür nur schwer zu führen.

Die Versorgung mit Obst und Gemüse hingegen konnte zumindest in einem kleinen Rahmen innerhalb der Stadt in zu den Häusern gehörigen Gärten erfolgen.

Nutzgärten sind bei vielen Häusern auch zur Zeit des Untergangs 79 n. Ob dies zur vollständigen Versorgung der Stadt reichte, kann nicht gesagt werden, ist jedoch eher nicht anzunehmen.

Anders als mit Obst und Gemüse gab es wohl kaum eine Selbstversorgung mit Teigwaren. Jedoch fällt auf, dass es innerhalb der Stadt sehr viele Bäckereien gab, interessanterweise manche mit, andere ohne Mühlen.

Die meisten Handwerksprodukte wurden im Römischen Reich in Kleinbetrieben officina , in denen die Angehörigen der Familie und oftmals auch einige Lohnarbeiter und Sklaven arbeiteten, für den lokalen Handelsmarkt produziert.

Diese Betriebe oder Handwerker fertigten ihre Waren meist auf Bestellung an. Die von ihnen betriebenen Werkstätten tabernae befanden sich in den Städten meist im Erdgeschoss der Mietshausblöcke insulae.

Besonders zahlreich sind die Nachweise in Pompeji mit etwa Werkstätten, die meisten zum Verkauf von Lebensmitteln, aber auch 25 Gerbereien und Walkereien , zwei Kleidungs- und ein Leinenhändler , zehn metallverarbeitende Werkstätten, drei Töpfereien, darunter auch eine kleine Lampenfabrik, und einige Schreinereien, Flick schustereien und Parfümhersteller.

Sowohl von den Eumachiern als auch von den Holconiern ist bekannt, dass sie Tongruben betrieben. Die Ziegelei des Lucius Eumachius belieferte, was anhand von Stempeln ersichtlich ist, beispielsweise auch Boscoreale.

Weitere Produktions- und Dienstleistungsbetriebe konnten belegt werden. Die langjährige Annahme, Pompeji sei ein lokales Zentrum der Wollindustrie gewesen, kann heute nicht mehr aufrecht gehalten werden.

Für viel mehr als eine städtische Eigenversorgung waren die bisher gefundenen Kapazitäten für die Wollverarbeitung — Arbeitsfläche, Kessel zum Erhitzen von Flüssigkeiten, Becken und Tröge etwa zum Färben — nicht ausreichend.

Durch Graffiti sind Berufe wie Tuchwalker fullones , Färber tinctores und Filzer coactiliarii nachgewiesen. Jedoch sind Aussagen über die Anzahl heute nicht mehr zu treffen, da die von ihnen benötigten, meist dünnwandigen Gerätschaften heute in vielen Werkstätten wegen der früheren Ausgrabungsmethoden nicht mehr nachweisbar sind.

Eine Eigenversorgung der Stadt mit diesen Waren ist wahrscheinlich. Das Gleiche kann für andere Wirtschaftszweige wie Gerbereien und die Metallverarbeitung angenommen werden.

Vor allem bei den metallverarbeitenden Werkstätten kann inzwischen die Annahme, Capua habe als regionales Zentrum die anderen Städte mit Werkzeugen, landwirtschaftlichen Geräten, Ketten , Waagen , Waffen, Waren aus Bronze etcetera versorgt, als falsch angesehen werden.

In Pompeji wurden beispielsweise Werkstätten der schmiedenden Gewerke gefunden, wie Waffenschmiede oder Gerätschmiede fabri ferrarii , Kupferschmiede oder Bronzeschmiede fabri aerarii — die für das Treiben von Vasen , Amphoren, Kessel, Pfannen, Lampen oder auch künstlerische Reliefs zuständig waren — oder Silber- und Goldschmiede.

Parallelen würde man hier im heutigen Kunstschmied erkennen. Einige der Schmiede aus Pompeji kennt man aufgrund von ergrabenen Empfehlungen heute noch namentlich, [35] wie Iunianus , den Eisenschmied, oder Verus , der Bronzearbeiten sowie kleinere Kandelaber herstellte.

Es gab auch Juweliere gemmarii und Ziseleure caelatores. Damit finanzierte die Stadt Projekte oder die Hausbesitzer hatten hierdurch eine nicht zu unterschätzende Nebeneinnahme.

Ein Teil dieser Läden hatte Verbindungen zum eigentlichen Haus. Es ist davon auszugehen, dass hier Sklaven oder Freigelassene im Auftrag des Besitzers arbeiteten.

Hier könnten die Betreiber der Läden mitsamt ihrer Familie gelebt haben. Es findet sich auch ein Zugang zur zweiten Etage.

Diese dürfte auch vom Besitzer vermietet worden sein. Einige der Geschäfte konnten identifiziert werden. So gab es hier eine Garküche und eine Metallwerkstatt.

Ein weiteres für Pompeji nachgewiesenes Gewerbe war die Prostitution. Von besonderer Bedeutung ist, dass in der Stadt das einzige mit Sicherheit als Lupanar Bordell zu identifizierende antike Gebäude überhaupt gefunden wurde.

Die frühere Annahme, in der Stadt hätten sich weitaus mehr Bordelle befunden, konnte durch die Forschung bisher nicht bestätigt werden.

Oftmals wurden Orte fälschlicherweise als Bordelle benannt, weil sich hier erotische oder sexuelle Darstellungen oder Graffiti obszönen Inhaltes oder mit Bezug zur Prostitution fanden.

Diese waren jedoch allgegenwärtig und können nicht als Indiz für derartige Betriebe genommen werden. Allerdings ist anzunehmen, dass Prostitution nicht nur in diesem einen Gebäude stattfand.

Selbst in angeseheneren Gegenden lassen sich anhand von Graffiti Prostituierte nachweisen, die offenbar ihre Quartiere in den oberen, heute nicht mehr vorhandenen Etagen der Häuser hatten.

Dank dieser Graffiti, die zu Hunderten überliefert sind, sind auch viele Namen von Prostituierten bekannt, die häufig aus dem Osten des Reiches stammten und Sklavinnen waren, und die Preisgestaltung.

Er empfängt auch Jungfrauen. In den Ruinen von Pompeji wurde unter anderem eine Elfenbeinstatuette aus Indien entdeckt.

Sie ist 25 Zentimeter lang und war wohl ein Spiegelgriff. Diejenigen, die sich am ehesten als politische Wahlaufrufe interpretieren lassen, erlauben als archäologische Quelle einen Einblick in die politische Mentalität und das Alltagsleben der Stadt.

Gewöhnlich wurden die Inschriften nach der Neubestellung des Stadtrats wieder übertüncht, um Platz für den nächsten Wahlgang zu schaffen.

Die Stadt befand sich zur Zeit ihres Untergangs aber gerade im Wahlkampf. Die Kandidaten hatten Unterstützungskomitees zu bilden, die an möglichst vielen Wänden Aufrufe und Empfehlungen anbrachten, um als solche wahrgenommen zu werden.

Beispielsweise konnten auch Nachbarschaftsgruppen oder ganze Berufsverbände sich für jemanden einsetzen. So unterstützten die pompejanischen Obsthändler einen gewissen Sallustius Capito.

Erstaunlicherweise betrieben auch Frauen intensiv Wahlwerbung, obwohl sie weder wählen durften noch gewählt werden konnten.

Auffällig ist, dass die Aufrufe nicht auf so etwas wie ein Partei- oder Wahlprogramm Bezug nahmen. Auch Wahlversprechungen waren nur selten zu finden.

Die meisten Kandidaten wollten sich offenbar nicht festlegen lassen. Seine Stimme gab man eher einer Persönlichkeit als einem politischen Programm.

Parteien im heutigen Sinne gab es nicht. Über Aufrufe zu seinen Gunsten waren in der Stadt aufgemalt worden. Helvius erhielt Unterstützung durch verschiedenste Gruppierungen, was ein Hinweis auf seinen hohen Bekanntheitsgrad sein dürfte.

Werbung auf Plakaten war noch unüblich. Auf ihnen standen behördliche Bekanntmachungen. Sie waren Vorläufer dessen, was heute als Plakat bezeichnet wird.

Die Wahlprozedur für die rund 5. Man trat auf dem Forum als auch stadtpolitischem Zentrum zusammen und stimmte in abgezäunten Arealen mit Wachstäfelchen ab.

Es wird im Zusammenhang mit den antiken Wahlkämpfen von Klientelpolitik, Vetternwirtschaft und sogar offener Korruption gesprochen.

Unterstützung durch wohlgesinnte Berufsgruppen in der Erwartung von Gegenleistungen gab es sicherlich. Es wurde auch damals viel Geld in den Wahlkampf gesteckt, selbst Julius Cäsar musste einst für seine hohen Wahlkampfkosten in Rom die private Überschuldung befürchten.

Es ist allgemein in den Funden ablesbar, dass in der Antike nicht mit innovativer Politik geworben wurde, sondern auf Alltagsprobleme und beständige Traditionen als Themen gesetzt wurde.

Als die Kaiserzeit im Januar 27 v. Der Kaiser bestimmte mehr oder minder alles und im kleinen Kreis wurden die Ämter verteilt. Nur in den ungefähr Landstädten des Römischen Reiches herrschte kommunale Selbstverwaltung, und dort kam es auch in der Kaiserzeit zu lebendigen und authentischen Wahlkämpfen.

Zur Zeit der Römischen Republik wurden in den Städten üblicherweise politische Wahlen durchgeführt, um die lokale Selbstverwaltung, den Stadtrat, zu besetzen, der in gewisser Weise dem Senat in Rom nachgebildet war.

Dabei wurde nur ein geringer Teil des aus sogenannten decuriones bestehenden Stadtrates gewählt. Der überwiegende Teil kaufte sich mit einem bestimmten Betrag in sein politisches Amt.

Der aus unserer heutigen Sicht fragwürdige und undemokratische Vorgang war für die Antike typisch, denn die Bevölkerung war der Meinung, dass Menschen, welche über Vermögen verfügten, auch in der Politik entscheiden sollten.

Die Amtsdauer betrug hier ein Jahr. Alle fünf Jahre wurden mit den duumviri quinquennales zudem zwei spezielle Duumvirn gewählt, die sich um verwaltungstechnische Aufgaben wie die Aktualisierung der Bürgerlisten im Rahmen des Zensus kümmerten.

Die Handlungen dieser Duumvirn wurden vom Stadtrat überprüft. Die sogenannten aedilen , welche den duumvirn untergeordnet waren, bildeten die Spitze der Verwaltung.

Zugelassen als Wähler waren alle Menschen mit römischem Bürgerrecht , die über 30 Jahre alt waren.

Frauen, Sklaven und Ausländer durften nicht teilnehmen. Seinen herausragenden Ruf hat Pompeji jedoch vor allem wegen seiner luxuriösen Häuser der Oberschicht.

Viele dieser palastähnlichen Anlagen wurden schon in samnitischer Zeit angelegt und waren den römischen Gebäuden dieser Zeit weit voraus.

Somit konnten sich diese Häuser sogar mit den Palästen der hellenistischen Herrscher im östlichen Mittelmeerraum messen.

Erst mit der römischen Expansion im 2. Ein Zeichen der Häuser dieser Zeit war, dass auch in kleineren Anwesen versucht wurde, ein Peristyl oder wenigstens eine Portikus zu errichten.

Die Bauweise der Gebäude war recht streng. So wurde etwa versucht, die Türen der Zimmer, die an das Atrium angrenzten, symmetrisch und in gleichen Abständen anzuordnen.

Deshalb wurden in kleineren Bauten oftmals Scheintüren an die Wände gemalt. Einzelne Bauelemente wie bestimmte Mauertechniken wurden von öffentlichen Prachtbauten übernommen.

Neben den Malereien wurden die Wände aufwendig stuckiert. Viele von ihnen waren als Reihenhäuser angelegt. Kleine, offene Höfe waren normal, Atrien waren jedoch nicht vorhanden.

Der Innenhof diente wohl auch zu kaum mehr als der Zucht von ein wenig Gemüse und Haltung von kleinen Haustieren wie Hühnern oder möglicherweise auch einem Schwein oder einem Schaf.

Die Befunde für die einfachen Häuser sind bis heute, vor allem wegen des mangelnden Interesses der Archäologen und der nachlässigen Ausgrabungen früherer Zeiten, mangelhaft und zum Teil auch nicht mehr zu ergründen.

Ob man das anhand der archäologischen Befunde nachweisen kann, ist eine der viel gestellten Fragen bei der Erforschung der Stadt.

Dennoch blieb das Ziel erhalten, eine architektonisch möglichst plastische, aufwendig gegliederte Wand zu schaffen. Wände wurden dreigeteilt: Vorn gab es eine vorgelagerte Säulenstellung, in der Mitte halbhohe Scherwände und als drittes gerahmte Ausblicke, die illusionistisch und naturalistisch zugleich waren.

Es wurden beispielsweise Heiligtumsbezirke oder einfach nur schöne, fantastische Landschaften dargestellt.

Wenn dies geschah, wurden auf dem neuen Land zumeist neue Wohnräume und Peristyle errichtet. Eindrucksvollstes Beispiel für ein so nach und nach gewachsenes Gebäude ist das Haus des Labyrinths.

Gäste mussten demnach durch das gesamte Haus und sollten sicher durch den Reichtum der Ausstattung und den damit verbundenen Reichtum des Hausherrn beeindruckt werden.

Unerforscht ist jedoch, inwieweit das auch auf die Bewohner kleinerer Anwesen zutrifft, weil hierfür wie so oft keine ausreichenden Befunde vorliegen.

Auffällig ist zumeist der Versuch der Eigentümer, neben Resten der älteren Architektur und Ausschmückung auch moderne, neuartige Elemente unterzubringen.

So findet man häufig das Zusammenspiel von kleinen Vorhallen und weitläufigen Gartenanlagen und Fresken in leuchtenden Farben neben alten Architekturelementen.

Eine erkennbare Neuerung in der frühen Kaiserzeit war beispielsweise die Aufwertung des Atriums. Häufig wurden Böden und Einfassungen der Regenwasserbehälter erneuert sowie auch Wasserspiele errichtet, bei denen bevorzugt aus Öffnungen in Figuren Mund, Schnäbel Wasserfontänen in ein Auffangbecken schossen.

Diese Wasserspiele wurden so aufgestellt, dass sie als Blickfang für Besucher fungierten. Dahinter stand häufig ein Marmortisch — in einfacheren Häusern ein gemauerter, stuckierter Tisch.

Seine Funktion ist nicht ganz klar, möglicherweise wurden auf ihm bestimmte Wertsachen präsentiert. Häufig wurde das Atrium zusätzlich in eine Gartenlandschaft verwandelt.

Auch bei der Wandmalerei gab es eine Erneuerung. Der Dritte Pompejanische Stil unterschied sich stark vom ersten und zweiten.

Grundsätzlich wurde alles symmetrischer. Die Bildelemente waren jetzt einfarbig eingefasst und von einem miniaturisierten Ständerwerk gegliedert.

Besonders beliebt waren dionysische Themen und erotische Darstellungen. Auch in der Bepflanzung des Gartentraktes war eine Hinwendung zum Symmetrisch-Geometrischen erkennbar.

Neue Forschungen haben ergeben, dass vor allem niedrige Blumen und Sträucher sowie rabattenartig geschnittene Hecken gepflanzt wurden.

Selbst die Bepflanzung mit Obstbäumen folgte vorgegebenen Mustern, die nahelegen, dass hier Schaugarteneffekte erzielt werden sollten.

Die Malerei wirkt zierlich, oft zerbrechlich, und zumeist sind erotische, mythische Szenen dargestellt. Die Figuren sind in aktueller Mode dargestellt, so dass man annehmen kann, die Hausbesitzer haben sich indirekt selbst darstellen lassen.

Je bedeutender die Bestatteten waren, desto dichter lag das Grab an der Stadt. Besonders beliebt müssen die Plätze vor dem Herculaner Tor gewesen sein.

Die Bauten standen hier sehr dicht aneinander gedrängt. Die Grabbauten waren nicht nur Ort der Erinnerung und ein Statussymbol, sondern auch ein Ort politischer und sozialer Propaganda.

Es finden sich diverse auffällige, zum Teil sehr eigenwillige Grabbauten — oft von angesehenen Familien der Stadt —, die noch mit den toten Mitgliedern der Familie um Aufmerksamkeit kämpften.

Um Platz für neue Bauten zu machen, wurden alte Grabbauten oft abgerissen, weshalb ältere Bauten heute kaum mehr zu finden sind. Es finden sich jedoch ein paar Beispiele, die auch von der Pflege der Gräber alter, verehrter Honoratioren der Stadt zeugen.

Dieses Grab wurde auch noch mehr als hundert Jahre nach seinem Tode gepflegt, obwohl keine Nachkommen von ihm bekannt sind. Beide wurden in Form von halbrunden Sitzbänken errichtet, die zum Meer hin ausgerichtet waren und zum Verweilen und Reden geradezu einluden.

Direkt hinter den schon erwähnten Gräbern befand sich das zweistöckige Monument der Istacidier. In nachaugusteischer Zeit scheint dieser Wettbewerb jedoch ein Ende gefunden zu haben.

End your visit at the Villa of the Mysteries, and try to interpret its amazing, bizarre frescoes—scholars have debated their meaning for years.

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4 comments on Pompii

  1. Ich meine, dass Sie nicht recht sind. Es ich kann beweisen. Schreiben Sie mir in PM, wir werden besprechen.

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